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Auch 2010 eine
gelungene Max-Oertz-Regatta
Am Pfingstwochenende vom
22. – 24. Mai wurde zum nunmehr 10. Mal die Max-Oertz-Regatta vor
Neustadt an der Lübecker Bucht ausgetragen. 2 Up and
Down-Wettfahrten, die zusammen gewertet wurden am ersten Tag, und die
eigentliche Erinnerungswettfahrt an einen großen deutschen
Konstrukteur am zweiten Tag bildeten den sportlichen Rahmen.
Mit unseren Juniorbooten
waren wir zum 6. Mal wieder gern gesehene Teilnehmer bei dieser
Veranstaltung.
Erfreulicherweise hatten
auch 3 dänische Boote den Weg nach Neustadt gefunden. Arne Jensen
kam mit seiner total restaurierten „Paw“ aus Frederikshavn,
Torben Pedersen mit seiner „Hvorfor det“ aus Horsens, und der 1.
Vorsitzende der dänischen Klassenvereinigung, Verner Vestergaard,
war mit seiner „Sophie-Louise“ aus Kerteminde angereist.
Bei der „Paw“ handelt
es sich um das Holzboot mit der Nummer 392, das Arne bis auf 2
Plankenstücke im Überwasserbereich und den Kielbalken gänzlich neu
aufgebaut hat – eine wahre Augenweide, zumal er auf dem Boot ein
Teakdeck verlegt hat. Bis auf die 2 Ausnahmen handelt es sich also
quasi um einen Neubau, den er verkaufen will, um sich einem neuen
Projekt zuzuwenden.
Von deutscher Seite
nahmen an den Up and Down-Wettfahrten die „Rikke Rusk“ von Peter
Hadler, die „Trunte Ry“ von Sven Krüger sowie meine „Maltorle“
teil. Zu der eigentlichen Max-Oertz-Regatta gesellte sich die
„Seepferdchen“ von Axel Dohse hinzu. Leider konnte die gemeldete
„Jasper“ von Enno Peters aus Moers (!) wegen eines Risses in der
Windschutzscheibe des Zugwagens nicht anreisen. Schließlich fand
sich auch noch als Gast, über die Toppen geflaggt, die „Beladonna
Tuc“ von Thomas Jönck im Stadthafen von Neustadt ein.
Die Ergebnisse der
Wettfahrten sind schnell geschildert: alle Preise gingen an unsere
nördlichen Nachbarn. Sowohl bei dem recht leichten Wind am Sonnabend
als auch bei herrlichem Segelwetter am Sonntag zeigten sie uns die
Richtung. Besonders beeindruckend der große Vorsprung, den Arne am
Sonntag heraussegelte. Erwähnt sei an dieser Stelle die
hervorragende Auslegung der Bahn.
Trotz dieser „Niederlage“
genossen wir wie in den Vorjahren die nahezu familiäre Atmosphäre
auf dem Netzplatz der Fischer.
Vom ausgezeichneten
Frühstück (3x im Meldegeld enthalten (!)) über das italienische
Buffet, den musikalischen Unterhaltungen, dem Zauberer, der uns nach
den Regatten mit seinen Tricks überraschte, und dem wir nicht auf
die Schliche kamen, bis hin zu den Preisverteilungen war wieder alles
bestens organisiert. Unsere dänischen Freunde freuen sich immer
wieder, wenn sie ihre Preise durch Inke Paulsen in ihrer
Muttersprache erhalten.
Auch hielten die
Neustädter Fischer für uns Segler 250 Portionen von ihrem sehr
lecker gebratenen Heringfilets zurück, nachdem uns im Vorjahr die
Touristen vor unserem Einlaufen alles weggegessen hatten.
Sehr flexibel reagierte
der Wettfahrtleiter Ulli Schütte auf unsere Klagen vom letzten Jahr.
Die lange Wartezeit
zwischen den Regatten am ersten Tag hätte er verkürzt, indem er uns
startet, bevor das letzte Boot der großen Bahn im Ziel ist. Dieses
war aber in diesem Jahr nicht erforderlich.
Und mit einer extra für
uns ausgelegten Luvtonne auf etwa halbem Wege der Kreuz kam er am
zweiten Tag unseren vergleichsweise kleinen Booten bei der doch recht
langen Bahn der Max-Oertz-Regatta entgegen.
Zum Schluss durfte sich
aus Anlass des 10jährigen dieser Regatta jedes Boot über ein
Erinnerungsglas freuen.
Mit der Abreise am
Pfingstmontag endete eine wieder sehr harmonische Veranstaltung, bei
der im kommenden Jahr hoffentlich wieder mehr Folke Junior-Boote an
den Start gehen. Die Max-Oertz-Regatta ist es wert.
Hartwig Sulkiewicz
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